Chronologie zur Verbandsgeschichte

1976               

Gründungsversammlung des Museumsverbandes Baden-Württemberg e.V. als Nachfolgeinstitution
des Württembergischen Museumsverbandes e.V. zusammen mit badischen Heimatmuseen im
Badischen Landesmuseum Karlsruhe.
Die Mitgliederzahl steigt im ersten Jahr von 99 auf 138 Mitglieder, die 170 Museen im Land vertreten.     

1. Auflage des Führers „Museen in Baden-Württemberg“,
hrsg. vom Württembergischen Museumsverband (über 346 Museen)


Herausgabe der Fachzeitschrift
„Museen in Baden-Württemberg. Mitteilungsblatt des Museumsverbandes Baden-Württemberg e.V.“
(bis 1980)

1977

2., erg. und erw. Auflage des Führers „Museen in Baden-Württemberg“,
hrsg. vom Museumsverband Baden-Württemberg (397 Museen)                      

Gründung der Arbeitsgemeinschaft „Regionale ländliche Freilichtmuseen“, die ab 1994 auch als
satzungsmäßige Arbeitsgemeinschaft im Museumsverband und in dessen Beirat mitarbeitet

1978

Änderung der Satzung: Der Beirat wird vergrößert, ihm gehören je ein Vertreter
des Kultusministeriums und des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg an.  

1979               

Einrichtung des Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg in Tübingen (später Stuttgart),
angegliedert an das Württembergische Landesmuseum Stuttgart in Verbindung mit dem
Badischen Landesmuseum Karlsruhe – seither enge Kooperation zwischen Museumsverband und Landesstelle  

1983               

Herausgabe des unregelmäßig erscheinenden Schriftenreihe „museums-magazin“
(bislang 10 Ausgaben zu Schwerpunktthemen) in Zusammenarbeit mit der Landesstelle für Museumsbetreuung

 

1986                        

Mitwirkung an der Museumskonzeption Baden-Württemberg, hrsg. vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Mitorganisation eines dreijährigen großangelegten Inventarisierungs-Programms des Landes mit der
Beschäftigung von über 100 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in kleinen und mittleren Museen
in Baden-Württemberg  

1987                          

Umfangreiche Satzungsänderung: Präsidium, erweiterter Vorstand und Beirat mit gewählten und mehreren
gesetzten Mitgliedern, darunter Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg sowie der Landesstelle für Museumsbetreuung und der Arbeitsstelle literarischer Museen, Archive und Gedenkstätten Marbach am Neckar. 

Offizielle Aufnahme der Arbeitsgemeinschaft „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Museum“
in die Gremienarbeit des Museumsverbandes (gegr. 1986, damals rund 90 Mitglieder)  

1990                          

Mitherausgabe der Fachzeitschrift „museumsblatt. Mitteilungen aus den Museen Baden-Württembergs“
zusammen mit der Landesstelle für Museumsbetreuung (bis 2005)

 

Erster öffentlicher Museumstag in Stuttgart zum Thema: „Museumsarbeit hinter den Kulissen – Selbstverständlichkeit oder Überforderung?“ mit der Forderung nach ausreichender professioneller Besetzung
von Museumsleitungs-Positionen                          

Einbeziehung in die Kunstkonzeption des Landes Baden-Württemberg:
„Kunstpolitik in Baden-Württemberg. Bilanz und Ausblick“

1991                           

Werbekampagne: Die Mitgliederzahl steigt auf weit über 500. Die meisten hauptamtlich geleiteten und viele vereinsgetragene Museen im Land sind im Museumsverband vertreten.
Der Verband vertritt damit kommunale, private, Landes-, Stiftungs- und Firmenmuseen.

Einführung eines Logos für die Öffentlichkeitsarbeit des Museumsverbands                          

Offizielle Aufnahme der neuen Arbeitsgemeinschaften „Archäologie am Museum“ (gegr. 1985),
„Fotografie im Museum“ (gegr. 1989), „Museumspädagogik“ (gegr. 1990) und
„Bildende Kunst an städt. Galerien und Museen“ (gegr. 1990) in die Gremienarbeit des Museumsverbandes  

1992                           

Der Beirat des Museumsverbandes Baden-Württemberg verabschiedet als eine der ersten Fachorganisationen in Deutschland eine Museumsdefinition:                       

Ein Museum

  • ist eine auf Dauer angelegte Sammlung von Objekten der Kultur oder Natur,
  • wird fachlich geleitet, in geeigneten Räumen betrieben und konservatorisch betreut,
  • ist eine Bildungseinrichtung und zeigt Sammlungsbestände in regelmäßig öffentlich zugänglichen Ausstellungen,
  • stellt seine Bestände der wissenschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung.                                 

3. Auflage „Museen in Baden-Württemberg“ in Kooperation mit der Landesstelle für Museumsbetreuung (930 Häuser)

1993                           

Koordinierung des museumspädagogischen Modellversuchs „Begegnung mit dem Fremden“
mit innovativen Projekten an 22 Museen des Landes und einer gleichnamigen Begleitpublikation (1998)

 

1994               

Im Zuge der Sparpolitik im Land werden die Fördermittel für nichtstaatliche Museen auf Restaurierungsmaßnahmen beschränkt.                         

Der Museumsverband beschließt eine Beitragserhöhung und die Einführung von Tagungsgebühren.  

Zweiter öffentlicher Museumstag in Ulm zum Thema: „Kultur ohne Geld? – Zur gegenwärtigen Lage der Museen“
mit der Forderung, mindestens ein Prozent der öffentlichen Haushalte der Museumsarbeit zu widmen.  

Mitherausgabe der vierteljährlich erscheinenden Fachzeitschrift „Rundbrief Fotografie“ (bis heute).

1999               

4. Auflage „Museen in Baden-Württemberg“ in Kooperation mit der Landesstelle für Museumsbetreuung
(1.043 Häuser) 

Koordinierung der Aktivitäten zum Internationalen Museumstag für alle Museen in Baden-Württemberg (bis heute).
In der Folge vernetzt sich der Verband stärker mit den Museumsverbänden der anderen Bundesländer, mit dem Deutschen Museumsbund und ICOM Deutschland.

 

Offizielle Aufnahme der neuen Arbeitsgemeinschaft „Volontärinnen und Volontäre im Museum“ (gegr. 1999)
in die Gremienarbeit des Museumsverbandes                          

In der Folgezeit entsteht in Baden-Württemberg ein von der AG und vom Museumsverband konzipiertes und organisiertes vierteiliges zertifiziertes Fortbildungsprogramm, das im Lauf von zwei Jahren Einblicke in die klassischen Aufgabenbereich Sammeln-Bewahren-Erforschen-Vermitteln bietet und bundesweit bis heute als vorbildlich eingestuft wird.

Der Museumsverband beschließt eine weitere Beitragserhöhung.  

2002               

Erste Homepage des Museumsverbandes Baden-Württemberg  

Wanderausstellungen zur Arbeit des Museumsverbandes und zum Thema „Innen und Außen“ mit der Begleitpublikation „Nichts ist drinnen, nichts ist draußen: denn was innen, das ist außen“ (2002)  

2004                          

5. Auflage „Museen in Baden-Württemberg“ in Kooperation mit der Landesstelle für Museumsbetreuung
(über 1.200 Häuser)  

2005     

Offizielle Aufnahme der neuen Arbeitsgemeinschaft „Ehrenamtlich geführte Museen“ (gegr. 2003)
in die Gremienarbeit des Museumsverbandes  

2009                          

Regelmäßige, vom Museumsverband betreute Rubrik „Museumsland“ in der landeskundlichen Fachzeitschrift „Momente“ (bis heute).              

6. Auflage „Museen in Baden-Württemberg“ in Kooperation mit der Landesstelle für Museumsbetreuung
(über 1.200 Häuser)  

2010                          

Mitwirkung bei der aktuellen Kunstkonzeption des Landes Baden-Württemberg.                     
Relaunch des Internetautritts des Museumsverbandes.  

2011                          

Stellungnahme zur Behandlung von Museen bei der Einführung des Neuen Kommunalen Haushalts-Rechts
in Baden-Württemberg  

2012                          

Start der digitalen Datenbank „Kulturerbe Baden-Württemberg“ in Kooperation mit der Landesstelle für Museumsbetreuung (bis heute)  

2013                           

7. Auflage „Museen in Baden-Württemberg“ in Kooperation mit der Landesstelle für Museumsbetreuung
(1.278 Häuser)  

Stellungnahme zur Initiative „Vorbildliches Volontariat“  

2014               

Offizielle Aufnahme der neuen Arbeitsgemeinschaft „Textil“ (gegr. 2011) in die Gremienarbeit des Museumsverbandes.
2015/2016 folgt die Wanderausstellung „Textile Vielfalt – Industrielle Erfolgsgeschichte in Württemberg“ mit Begleitpublikation

Unterzeichnung der „Kooperationsoffensive Ganztagesschule Baden-Württemberg“ mit dem Kultusministerium – in der Folge entsteht eine Handreichung für die konkrete Zusammenarbeit Schule-Museum vor Ort in Kooperation mit dem Landesverband Museumspädagogik Baden-Württemberg.  

2015                          

Auslobung eines landesweiten Museumspreises Baden-Württemberg in Kooperation mit der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg als Stifterin: Jährlicher Hauptpreis mit 20.000 Euro und eXtra-Preis mit 5.000 Euro für nachhaltige Museumsarbeit

Professionalisierung der Geschäftsstelle: regelmäßige Erreichbarkeit, Ausbau des Mitglieder-Service
und Einführung eines digitalen Newsletters  

Der Museumsverband wird institutioneller Partner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten innovativen wissenschaftlichen Weiterbildungsstudiengangs „museOn“
an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. 

2016               

Stellungnahme zu Museumsplanungen und Museumsschließungen in Baden-Württemberg       

Der Museumsverband beschließt eine Beitragserhöhung und die Anhebung der Tagungsgebühren.  

Zum 40jährigen Jubiläum des Museumsverbandes erscheint eine 24-seitige Informationsbroschüre „Erfahrungen austauschen, Interessen vertreten, Qualität steigern“. Beim Festakt in Verbindung mit der Verleihung des Lotto-Museumspreises spricht Staatssekretärin Petra Olschowski, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.  

Im Jubiläumsjahr hat der Museumsverband Baden-Württemberg 627 Mitglieder.      

                                                                                                       
                                                                                                         (zusammengestellt von J. Merk, 2016)

Bildnachweis:
Museumsverband Baden-Württemberg e.V., die arge lola, Theiss-Verlag, Dt. Museumsbund e.V., Staatl. Totto-Lotto GmbH Baden-Württemberg