Mögliche Wiederöffnung der Museen ab dem 08. März 2021

Ab dem 08. März 2021 können die Museen, einschließlich Freilichtmuseen und Ausstellungshäusern,
städtischen Galerien sowie Gedenkstätten in Baden-Württemberg unter bestimmten Bedingungen wieder für
den Publikumsverkehr öffnen.

Per E-Mail vom 07. März 2021 hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg uns hierzu weitere Einzelheiten mitgeteilt. In einer weiteren E-Mail vom 19. März 2021 hat das Ministerium zu einzelnen Punkten nochmals Stellung genommen.

Maßgeblich sind die Informationen auf den Websites der Landesregierung und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mit den entsprechenden FAQs.

Die uns vorliegenden Informationen haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengefasst: 


1.) Grundlegende Bedingungen zur Wiederöffnung

Damit eine Einrichtung wieder öffnen darf, müssen folgende Bedingungen eingehalten bzw. gewährleistet werden:

  • Einzelterminvereinbarung:
    Es müssen nach vorheriger Vereinbarung Einzeltermine für den Besuch vergeben werden.
    Die Termine sollten nicht vor Ort Vergeben werden damit sich keine Warteschlangen bilden.
  • Fest begrenzter Zeitraum (Zeitfenster):
    Bei den Einzelterminen ist ein fest begrenzter Zeitraum pro Besucherin/Besucher vorzusehen.
  • Besucherbegrenzung nach Größe der Ausstellungsfläche:
    Pro angefangene 40 Quadratmeter Ausstellungsfläche ist eine Besucherin oder ein Besucher zulässig.
  • Mehrere Besuchergruppen oder Einzelpersonen:
    Im Rahmen der oben genannten Vorgaben können auch mehrere Besuchergruppen oder Einzelpersonen gleichzeitig zugelassen werden, wenn dies nach Größe der Einrichtung verantwortbar ist. Die in § 9 der Corona-Verordnung festgelegten Regeln für Kontaktbeschränkungen müssen dabei unbedingt beachtet werden.
  • Erhebung Kontaktdaten:
    Es besteht eine Pflicht zur Erhebung und Datenverarbeitung der Kontaktdaten der Besucher zur eventuellen Infektionskettennachverfolgung gemäß § 6 Corona-Verordnung. -> weitere Informationen
  • Maskenpflicht:
    In geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit oder für den Publikumsverkehr bestimmt sind, besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Form einer medizinischen Maske oder eines Atemschutzes nach den Standards einer FFP2-Maske (oder vergleichbar). Ab dem 22. März 2021 gilt diese Regelung auch für Kinder ab 6 Jahren, eine nicht-medizinische Alltagsmaske ist nicht mehr ausreichend. Für bestimmte Personengruppen gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht (§ 3 Absatz 2 Corona-Verordnung).
  • Hygienekonzept:
    Die Einrichtungen müssen ein Hygienekonzept nach Maßgabe des § 5 Corona-Verordnung erstellen und umsetzten. Im Hygienekonzept ist sicherzustellen, dass eine Begegnung der einzelnen Gruppen und Besucher sicher ausgeschlossen werden kann z.B. durch zeitlichen Abstand zwischen dem Einlass, der Verteilung der Gruppen auf mehrere Räume oder der Begleitung durch eine Führungsperson.
  • Einhaltung der Hygieneanforderungen:
    Die allgemeinen Hygieneanforderungen nach der Corona-Verordnung (Allgemeine Abstandsregel, Mund-Nasen-Bedeckung) müssen eingehalten werden.
    Zusätzlich müssen Museen auch die erweiterten Hygieneanforderungen nach § 4 der Corona-Verordnung umsetzen bzw. erfüllen und dies im Hygienekonzept entsprechend dokumentieren.
  • Zutrittsverbot für bestimmte Personengruppen:
    Nach § 7 Corona-Verordnung besteht für bestimmte Personen ein Zutritts- und Teilnahmeverbot (z.B. Personen mit Symptomen einer Coronavirus-Infektion).
  • Arbeitsschutz:
    Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen geeignete Schutzmaßnahmen bei Publikumsverkehr ergeifen und die Anforderungen zum Arbeitsschutz nach § 8 Corona-Verordnung einhalten.
2.) Weitere Lockerungen bei einem Inzidenzwert unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner


Das örtlich zuständige Gesundheitsamt führt eine regelmäßige Prüfung der Neuinfektionen in einem Landkreis
oder Stadtkreis durch.

Wenn sich seit fünf Tagen in Folge eine konstante Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner herausstellt, so gibt das zuständige Gesundheitsamt dies ortsüblich (z.B. Website des Landratsamts oder der Stadt, Tagespresse) unverzüglich bekannt und meldet die Unterschreitung dem Sozialministerium.

Bei festgestellter Unterschreitung gilt ab dem Tag nach der Bekanntmachung folgende Regelung:

  • Der Betrieb der o.g. Einrichtungen wird ohne vorherige Terminbuchung und ohne Erhebung der Kontaktdaten
    nach § 6 CoronaVO gestattet.
  • Der Betrieb der o.g. Einrichtungen wird ohne die Beschränkung auf 1 Person pro 40 Quadratmeter
    Ausstellungsfläche gestattet. Es gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln.
    Da die Einhaltung der Abstände sichergestellt sein muss, ergibt sich die Begrenzung der Personenzahl hier auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten und aus dem Arbeitsschutz.

Die anderen unter Ziffer 1.) genannten Bedingungen gelten unverändert fort.


Bitte beachten Sie:

Sobald das Gesundheitsamt bei seiner regelmäßigen Prüfung eine seit drei Tagen in Folge bestehende Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner feststellt, entfallen die Lockerungen wieder. Die Feststellung der Überschreitung und der Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten Regelungen ist vom Gesundheitsamt ortsüblich (siehen oben) bekannt zu geben und dem Sozialministerium zu melden.

Das örtlich zuständige Gesundheitsamt kann auf der Website des Landesgesundheitsamts ermittelt werden.

Nach § 20 Absatz 1 CoronaVO können die zuständigen Behörden weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen erlassen.

 

3.) "Notbremse" bei einem Inzidenzwert über 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner

Stellt das zuständige Gesundheitsamt in einem Land- oder Stadtkreis im Rahmen der regelmäßigen Prüfung eine seit drei Tagen in Folge bestehende Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner fest, so gibt es die Feststellung der Überschreitung und den Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten Regelungen unverzüglich ortsüblich (siehe oben) bekannt und meldet die Überschreitung dem Sozialministerium. 

Dies hat zur Folge, dass der Betrieb von Museen, einschließlich Freilichtmuseen und Ausstellungshäusern, städtischen Galerien sowie Gedenkstätten für den Publikumsverkehr nicht mehr zulässig ist. Der Betrieb ist dann für den Publikumsverkehr untersagt.

Sobald das zuständige Gesundheitsamt bei seiner regelmäßigen Prüfung seit fünf Tagen in Folge eine bestehende Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner feststellt,
so gibt es die Feststellung der Überschreitung und den Zeitpunkt des Inkrafttretens der geänderten Regelungen unverzüglich ortsüblich (siehe oben) bekannt und meldet die Überschreitung dem Sozialministerium.

Dies hat zur Folge, dass die Betriebsuntersagung für den Publikumsverkehr aufgehoben wird und der Museumsbetrieb unter Beachtung der oben beschriebenen Auflagen wieder zulässig ist.

Das örtlich zuständige Gesundheitsamt kann auf der Website des Landesgesundheitsamts ermittelt werden.


letzte Aktualisierung: 30. März 2021