Öffnung der Museen - Voraussetzungen und Bedingungen

Seit Anfang März 2021 dürfen die Museen, einschließlich Freilichtmuseen und Ausstellungshäusern, städtischen Galerien sowie Gedenkstätten in Baden-Württemberg unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen wieder für den Publikumsverkehr öffnen.

Maßgeblich sind hierzu die Informationen auf den Websites der Bundes- und Landesregierung sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mit den entsprechenden FAQs.
Die uns vorliegenden Informationen haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Wichtiger Hinweis:
Die Informationen auf dieser Seite beziehen sich ausschließlich auf die reguläre Öffnung von Museen für den Besucherverkehr ("klassischer Museumsbesuch"). Die Regelungen zu Veranstaltungen (z.B. Museumsführungen) haben wir gesondert zusammengefasst: zu den 'Veranstaltungen'


Seit dem 16. September 2021 gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung, die ein landesweites Stufenmodell vorsieht. Welche Stufe jeweils gültig ist, hängt davon ab, wie viele Menschen in ganz Baden-Württemberg aufgrund einer COVID-19-Erkrankung eine stationäre Krankenhausbehandlung benötigen.

Der reguläre Museumsbetrieb ist in allen drei Stufen unter Einhaltung bestimmter, grundsätzlich zu erfüllender Auflagen zulässig. Unter welchen Voraussetzungen Besucherinnen und Besucher die Museen betreten dürfen ist von deren Immunisierungsstatus abhängig. 

Nachfolgend finden Sie Informationen zu den folgenden Themen:

1.) Allgemeine Informationen zum Stufenmodell

2.) Grundsätzliche Bedingungen und Auflagen für den Museumsbetrieb

3.) Personenabhängige Bedingungen (sog. "3G-Regelung")

4.) Weitere Informationen


1.) Allgemeine Informationen zum Stufenmodell:

In Baden-Württemberg gilt wieder ein landesweit gültiger Stufenplan, der aus drei Stufen besteht.
Je nach Stufe gelten unterschiedliche Regelungen für nicht-immunisierte Besucherinnen und Besucher.

Welche Stufe aktuell aktiv ist, hängt dabei von der Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz und von der Auslastung der Intensivbetten (AIB) mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten ab. 

Unter der Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz versteht man die landesweiten, stationären Neuaufnahmen in Krankenhäusern von COVID-19-Patientinnen und -Patienten pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die AIB gibt die landesweite Auslastung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten als absolute Zahl an.


Wie sind die einzelnen Stufen definiert?

1. Basisstufe:

  • Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz: Die Zahl von 8 wird nicht erreicht oder überschritten.
  • Auslastung der Intensivbetten (AIB): Die absolute Zahl von 250 wird nicht erreicht oder überschritten.

2. Warnstufe:

  • Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz: Die Zahl von 8 wird erreicht oder überschritten. oder
  • Auslastung der Intensivbetten (AIB): Die absolute Zahl von 250 wird erreicht oder überschritten.

3. Alarmstufe:

  • Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz: Die Zahl von 12 wird erreicht oder überschritten. oder
  • Auslastung der Intensivbetten (AIB): Die absolute Zahl von 390 wird erreicht oder überschritten.

Maßgeblich für die Einstufung sind die vom Landesgesundheitsamt veröffentlichten Zahlen.


Welche Stufe ist derzeit gültig?

Das Landesgesundheitsamt gibt auf seiner Website bekannt, welche Stufe aktuell gültig ist.

Die entsprechende Information findet sich im täglichen Lagebericht: zum Lagebericht


Wann tritt welche Stufe in Kraft?

Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz: Die maßgebliche Zahl wird an fünf aufeinander folgenden Werktagen erreicht oder überschritten.

Auslastung der Intensivbetten (AIB): Die maßgebliche Zahl wird an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen erreicht oder überschritten.

Die nächstniedrigere Stufe tritt ein, wenn die für eine Stufe maßgebliche Zahl an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unterschritten wurde. Samstage, Sonn- und Feiertage unterbrechen die Zählung der maßgeblichen Werktage nicht.

Ab wann gelten die Auflagen nach der Verordnung?

Die in der Corona-Verordnung geregelten Auflagen/Maßnahmen der jeweiligen Stufe gelten ab dem Tag nach der Bekanntmachung durch das Landesgesundheitsamt.


2.) Grundsätzliche Bedingungen und Auflagen für den Museumsbetrieb:

Die nachfolgend genannten Auflagen und Bedingungen sind von der jeweils gültigen Stufe unabhängig und müssen grundsätzlich eingehalten bzw. erfüllt werden:

  • Maskenpflicht:
    Es besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gemäß § 3 Corona-Verordnung.
    Allerdings gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht, die in § 3 Absatz 2 Corona-Verordnung aufgeführt sind
    (zum Beispiel: Im Freien bei sicherer Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m;  Kinder unter 6 Jahre etc.).
  • Einhaltung der Hygieneanforderungen:
    Die allgemeinen Hygieneanforderungen nach § 2 Corona-Verordnung müssen eingehalten werden.
    Der Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen muss, wo immer möglich, eingehalten werden.
    Die Personenströme müssen entsprechend geregelt werden.
    Weiterhin müssen Innenräume regelmäßig und ausreichend gelüftet werden, Oberflächen und Gegenstände regelmäßig gereinigt werden.
    Die Besucherinnen und Besucher müssen rechtzeitig und verständlich über die geltenden Hygienevorgaben
    informiert werden (z.B. Informationsschild am Eingang etc.).
    Der Deutsche Museumsbund e.V. stellt auf seiner Website verschiedene Varianten von Informationsschildern zur Verfügung: zur Website - Deutscher Museumsbund e.V.
  • Mehrere Besuchergruppen oder Einzelpersonen:
    Im Rahmen der genannten Vorgaben können auch mehrere Besuchergruppen oder Einzelpersonen gleichzeitig zugelassen werden, wenn dies nach Größe der Einrichtung verantwortbar ist und die Einhaltung der Corona-Verordnung sichergestellt ist.
  • Hygienekonzept:
    Die Einrichtungen müssen ein schriftliches Hygienekonzept nach Maßgabe von § 7 Corona-Verordnung erstellen und umsetzten. Bei der Erstellung des Konzepts müssen die konkreten Umstände des Einzelfalls (z.B. örtliche Gegebenheiten, räumliche Bedingungen) berücksichtigt werden.
    Im Hygienekonzept ist darzustellen, wie die Hygieneanforderungen (siehe oben) umgesetzt werden sollen.
    Auf Anforderung muss das Hygienekonzept der zuständigen Behörde vorgelegt werden und über die Umsetzung Auskunft erteilt werden.
  • Pflicht zur Datenverarbeitung (Erhebung der Kontaktdaten):
    Es besteht eine Pflicht zur Erhebung und Datenverarbeitung der Kontaktdaten zur eventuellen Infektionskettennachverfolgung gemäß § 8 Corona-Verordnung. Diese kann digital oder analog erfolgen.
    -> weitere Informationen


3.) Personenabhängige Bedingungen (3G-Regelung):


a.) Immunisierte und nicht-immunisierte Personen:

In der Corona-Verordnung wird zwischen immunisierten und nicht-immunisierten Personen unterschieden:

Immunisierte Personen sind:

  • Personen die gegen COVID-19 geimpft oder von COVID-19 genesen sind.  
  • Es muss ein gültiger Impf- bzw. Genesenennachweis vorgelegt werden, der auf die jeweilige Person ausgestellt ist.
  • Als geimpft bzw. genesen gelten nur asymptomatische Personen. 
  • Die Regelung zu den immunisierten Personen findet sich in § 4 Corona-Verordnung.

Nicht-immunisierte Personen sind:

  • Personen die nicht gegen COVID-19 geimpft oder von COVID-19 genesen sind.
  • Negativer Testnachweis:

    • Es muss ein gültiger, negativer Testnachweis vorgelegt werden, der auf die jeweilige Person ausgestellt ist.
    • Je nach Stufe ist definiert, ob ein Antigen-Test ausreichend ist oder ob ein negativer PCR-Testnachweis (oder vergleichbar) erforderlich ist.
    • Bei einem Antigen-Schnelltest darf die zugrunde liegende Testung maximal 24 Stunden zurückliegen.
    • Bei einem PCR-Test (od. vergleichbar) darf die zugrunde liegende Testung maximal 48 Stunden zurückliegen.

  • Folgende Personengruppen benötigen keinen Testnachweis, müssen aber ebenfalls asymptomatisch sein:

    • Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben
    • Kinder, die noch nicht eingeschult sind
    • Schülerinnen und Schüler, die an regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs teilnehmen.
      (Die Glaubhaftmachung erfolgt in der Regel durch ein entsprechendes Ausweisdokument, z.B. Schülerausweis.)

  • Folgende Personengruppen benötigen grundsätzlich nur einen Antigen-Testnachweis und auch dann keinen PCR-Testnachweis, wenn dieser für andere nicht-immunisierte Personen vorgeschrieben ist:

    • Personen die noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben 
    • Personen die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission besteht
      (Die Glaubhaftmachung erfolgt in der Regel durch eine entsprechende ärztliche Bescheinigung.)

  • Die Regelung zu den nicht-immunisierten Personen findet sind in § 5 Corona-Verordnung.
  • Die Bestimmungen zu den anerkannten Testnachweisen finden Sie in § 5 Absatz 4 Corona-Verordnung.

b.) Zutrittsregelung für Besucherinnen und Besucher:

Immunisierten Besucherinnen und Besucher ist der Zutritt in die Einrichtungen im Rahmen der verfügbaren und zulässigen Kapazitäten unter folgenden Voraussetzungen stets gestattet:

  • Die Personen sind asymptomatisch.
  • Die Personen legen einen gültigen Impf- oder Genesenennachweis vor.
    (Die Vorlagepflicht besteht nur dann, wenn nicht-immunisierte Personen einen Testnachweis vorlegen müssten.)
  • Diese Zutrittsregelung gilt auch für folgende Personengruppen ohne Impf- oder Genesenennachweis: 

    • Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben
    • Kinder, die noch nicht eingeschult sind
    • Schülerinnen und Schüler, die nicht immunisiert sind, aber an regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs teilnehmen (siehe Infos 'Testnachweis')
    • Personen die noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben (siehe Infos 'Testnachweis')
    • Personen sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission besteht (siehe Infos 'Testnachweis')

Nicht-immunisierten Besucherinnen und Besuchern ist der Zutritt in die Einrichtungen im Rahmen der verfügbaren und zugelassenen Kapazitäten nur unter folgenden Voraussetzungen gestattet:

- Basisstufe:

Der Zutritt zu geschlossenen Räumen ist nur nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet.

- Warnstufe:

Der Zutritt für Besucherinnen und Besucher zu geschlossenen Räumen ist nur noch nach Vorlage eines PCR-Testnachweises gestattet. Im Freien ist der Zutritt nur nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet.

- Alarmstufe:

Der Zutritt ist nicht-immunisierten Besucherinnen und Besuchern nicht gestattet.


c.) Pflicht zur Überprüfung der Nachweise:

Nach § 6 Corona-Verordnung müssen die Betreiber*innen der Einrichtungen die vorgelegten Test-, Impf- oder Genesenennachweise überprüfen. Für Personen, die keinen der zulässigen Nachweise vorlegen, gilt ein Zutrittsverbot.

Zur einfachen und sekundenschnellen Überprüfung von digitalen COVID-Zertifikaten der EU hat das Robert-Koch-Institut die App "CovPassCheck" herausgegeben.
Mit der gleichen App können auch Genesenen- und Testzertifikate auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden. Alle Informationen zur Anwendung der App finden Sie auf der übersichtlichen Informationsseite des Robert-Koch-Instituts: zur Infoseite 'CovPassCheck-App'


4.) Weitere Hinweise:


Landesgesundheitsamt / Örtlich zuständiges Gesundheitsamt / Robert-Koch-Institut:

Die allgemeine Corona-Informationswebsite des Landesgesundheitsamts finden Sie hier:
LGA - Corona-Infos

Das örtlich zuständige Gesundheitsamt kann auf der Website des Landesgesundheitsamts ermittelt werden: Gesundheitsämter in Baden-Württemberg

Der aktuell für einen Land- oder Stadtkreis gemeldete Sieben-Tage-Inzidenzwert wird auch im Dash-Board des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht: zum RKI-Dashboard


Weiterreichende Infektionsschutzmaßnahmen:

Nach § 20 Absatz 1 Corona-Verordnung können die zuständigen Behörden in Einzelfällen aus einem wichtigen Grund Abweichungen von den Regelungen der Corona-verordnung erlauben und auch  weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen erlassen.

Nach § 20 Absatz 2 Corona-Verordnung kann das Sozialministerium den zuständigen Behörden im Rahmen der Dienst- und Fachaufsicht Weisungen für ergänzende regionale Maßnahmen bei außergewöhnlich starkem Infektionsgeschehen (sog. Hotspotstrategie) erteilen.

 

 

(letzte Aktualisierung: 17. September 2021, keine Haftung für Inhalt und Aktualität)