Öffnung der Museen - Voraussetzungen und Bedingungen

Seit Anfang März 2021 dürfen die Museen, einschließlich Freilichtmuseen und Ausstellungshäusern, städtischen Galerien sowie Gedenkstätten in Baden-Württemberg unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen wieder für den Publikumsverkehr öffnen.

Maßgeblich sind hierzu die Informationen auf den Websites der Bundes- und Landesregierung sowie des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mit den entsprechenden FAQs. Die uns vorliegenden Informationen haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.

Die Einhaltung bzw. Umsetzung bestimmter Regelungen sind grundsätzlich notwendig, damit eine Einrichtung öffnen darf. Weitere zusätzliche Vorgaben und Auflagen sind vom jeweiligen amtlich festgestellten Sieben-Tage-Inzidenzwert in einem Land- bzw. Stadtkreis abhängig.

Unter dem Sieben-Tage-Inzidenzwert versteht man die Anzahl der in den letzten sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 pro 100.000 Einwohner.

Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgendenden Informationen beziehen sich ausschließlich auf die reguläre Öffnung von Museen für den Besucherverkehr ("klassischer Museumsbesuch"). Die Regelungen zu Veranstaltungen (z.B. Museumsführungen) finden Sie hier: 'Veranstaltungen'


1.) Inzidenzstufen-Modell

Das Infektionsgeschehen wird in vier Indizenzstufen eingeteilt. Die jeweils in einem Land- oder Stadtkreis gültige Inzidenzstufe hängt dabei vom örtlich festgestellten Sieben-Tage-Inzidenzwert ab.

Inzidenzstufe 1: Die Sieben-Tage-Inzidenz erreicht einen Wert von höchstens 10.

Inzidenzstufe 2: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt zwischen über 10 und höchstens 35.

Inzidenzstufe 3: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt zwischen über 35 und höchstens 50.

Inzidenzstufe 4: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt über 50.

Für Fälle eines hohen regionalen Ausbruchsgeschehens mit einer Überschreitung der Sieben-Tage-Inzidenz von 100 behält sich die Landesregierung vor, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.


Feststellung und In-Kraft-Treten der Inzidenzstufen:

Das örtlich zuständige Gesundheitsamt macht unverzüglich auf ortsübliche Art und Weise (z.B. Website des Landkreises oder der Stadt, Tagespresse etc.) bekannt, sobald ein, für eine Inzidenzstufe maßgeblicher Wert an
fünf aufeinanderfolgenden Tagen
über- oder unterschritten wird.

Die Inzidenzstufen gelten dann jeweils ab dem Tag nach der ortsüblichen Bekanntmachung.

Maßgeblich ist der vom Landesgesundheitsamt veröffentliche Sieben-Tage-Inzidenzwert.

Landesgesundheitsamt / Örtlich zuständiges Gesundheitsamt / Robert-Koch-Institut:

Die Corona-Informationswebsite des Landesgesundheitsamts finden Sie hier:  LGA - Corona-Infos

Das örtlich zuständige Gesundheitsamt kann auf der Website des Landesgesundheitsamts ermittelt werden: Gesundheitsämter in Baden-Württemberg

Der aktuell für einen Land- oder Stadtkreis gemeldete Sieben-Tage-Inzidenzwert wird auch im Dash-Board des Robert-Koch-Instituts veröffentlicht: zum RKI-Dashboard


2.) Grundsätzliche Bedingungen und Auflagen in allen Inzidenzstufen

Die nachfolgend genannten Auflagen und Bedingungen müssen grundsätzlich eingehalten bzw. erfüllt werden und sind unabhängig von der jeweiligen Inzidenzstufe:

  • Pflicht zur Datenverarbeitung (Erhebung der Kontaktdaten):
    Es besteht eine Pflicht zur Erhebung und Datenverarbeitung der Kontaktdaten zur eventuellen Infektionskettennachverfolgung gemäß § 6 Corona-Verordnung. Diese kann digital oder analog erfolgen.
    -> weitere Informationen
  • Maskenpflicht:
    Es besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gemäß § 3 Corona-Verordnung.
    Allerdings gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht, die in § 3 Absatz 2 Corona-Verordnung aufgeführt sind
    (zum Beispiel: Im Freien bei Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m;  Kinder unter 6 Jahre etc.).
  • Einhaltung der Hygieneanforderungen:
    Die allgemeinen Hygieneanforderungen nach § 2 Corona-Verordnung müssen eingehalten werden.
    Der Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen muss, wo immer möglich, eingehalten werden.
    Dies gilt nicht für das zulässige Zusammentreffen mehrerer Personen gemäß § 7 Corona-Verordnung.
    Die Personenströme müssen entsprechend geregelt werden.
    Weiterhin müssen Innenräume regelmäßig und ausreichend gelüftet werden, Oberflächen und Gegenstände regelmäßig gereinigt werden.
    Die Besucherinnen und Besucher müssen rechtzeitig und verständlich über die geltenden Hygienevorgaben
    informiert werden (z.B. Informationsschild am Eingang etc.).
    Der Deutsche Museumsbund e.V. stellt auf seiner Website verschiedene Varianten von Informationsschildern zur Verfügung: zur Website - Deutscher Museumsbund e.V.
  • Mehrere Besuchergruppen oder Einzelpersonen:
    Im Rahmen der genannten Vorgaben können auch mehrere Besuchergruppen oder Einzelpersonen gleichzeitig zugelassen werden, wenn dies nach Größe der Einrichtung verantwortbar ist und die in § 7 der Corona-Verordnung festgelegten Regeln für Kontaktbeschränkungen dabei beachtet werden.
  • Hygienekonzept:
    Die Einrichtungen müssen ein Hygienekonzept nach Maßgabe des § 5 Corona-Verordnung erstellen und umsetzten. Auf Anforderung muss das Hygienekonzept der zuständigen Behörde vorgelegt werden.


3.) Bedingungen und Auflagen abhängig von der Inzidenzstufe

Je nach gültiger Inzidenzstufe gelten folgende zusätzliche Bedingungen und Auflagen für den Museumsbetrieb:


Inzidenzstufen 1 und 2:

  • keine zusätzlichen Auflagen

Inzidenzstufe 3:

  • Besucherbegrenzung nach Größe der für den Publikumsverkehr vorgesehenen Fläche:
    Pro angefangene 10 Quadratmeter Fläche, die für den Publikumsverkehr vorgesehen ist, ist eine Besucherin oder ein Besucher zulässig.

Inzidenzstufe 4:

  • Besucherbegrenzung nach Größe der für den Publikumsverkehr vorgesehenen Fläche:
    Pro angefangene 20 Quadratmeter Fläche, die für den Publikumsverkehr vorgesehen ist, ist eine Besucherin oder ein Besucher zulässig.
  • Tagesaktueller negativer Coronatest-, Impf- oder Genesenennachweis:
    Besucherinnen und Besucher müssen einen tagesaktuellen negativen Coronatest-, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Die entsprechenden Regelungen finden sich in § 4 Corona-Verordnung.
    Tagesaktuell heißt, dass der negative Testnachweis zu Beginn des Besuchs der Einrichtung maximal 24 Stunden alt sein darf. Für Schülerinnen und Schüler ist die Vorlage eines von ihrer Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, ausreichend. Als geimpfte und genesene Personen gelten nur asymptomatische Personen. Anbieter und Betreiber sind zur Überprüfung der Nachweise verpflichtet.
    Regelungen zur Testung bzw. Anerkennung von Tests finden Sie in § 4 Corona-Verordnung.

Hinweis

Nach § 17 Absatz 1 Corona-Verordnung können die zuständigen Behörden weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen erlassen.

Nach § 17 Absatz 2 Corona-Verordnung kann das Sozialministerium den zuständigen Behörden im Rahmen der Dienst- und Fachaufsicht Weisungen für ergänzende regionale Maßnahmen bei außergewöhnlich starkem Infektionsgeschehen (sog. Hotspotstrategie) erteilen.

 

 

(letzte Aktualisierung: 26. Juli 2021, keine Haftung für Inhalt und Aktualität)