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CORONAVIRUS-PANDEMIE: INFORMATIONEN FÜR MUSEEN

Die Corona-Pandemie ist eine so noch nie gekannte Aufgabe für Politik, Verwaltung und die gesamte Gesellschaft.
Auch wir Museen erkennen die außergewöhnlich ernste Lage.

Über wichtige Entwicklungen im Museumsbereich im Verlauf der Corona-Krise halten wir Sie auf dieser Seite
gerne auf dem Laufenden und verlinken auf weitere aktuelle Webseiten mit Informationen Dritter.

Wir bitten um Verständnis, dass wir Informationen und Neuerungen erst dann online verfügbar machen,
wenn diese von der zuständigen Stelle offiziell bestätigt wurden.

Offizielle Seite der Landesregierung zur Corona-Pandemie: Corona-Portal Baden-Württemberg

Die letzte Aktualisierung erfolgte am:  30. November 2022

1 – EMPFEHLUNGEN FÜR DEN MUSEUMSBETRIEB

Seit dem 3. April 2022 sind die meisten Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufgehoben worden.
Auflagen und Regelungen gibt es derzeit nur noch für bestimmte Lebensbereiche wie zum Beispiel den öffentlichen Personenverkehr, Krankenhäuser, Arztpraxen etc..
Für den Publikumsverkehr in Museen, einschließlich Freilichtmuseen und Ausstellungshäuser, städtischen Galerien sowie Gedenkstätten in Baden-Württemberg gibt es aktuell keine Auflagen und Regelungen, sondern lediglich eine allgemeine Hygieneempfehlung. Die Pflicht zur Erstellung eines Hygienekonzepts nach der Corona-Verordnung Baden-Württemberg ist ebenfalls weggefallen.

Allerdings gibt es derzeit immer noch eine hohe Anzahl an Coronavirus-Infektionen.

Aufgrund einer internen Beratung und Rücksprache mit anderen Verbänden und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg haben wir nachfolgend einige Empfehlungen für den Museumsbetrieb zusammengestellt.

 

Die Pflicht zum Tragen einer Maske wurde aufgehoben.
Dennoch wird empfohlen, zumindest in Innenräumen weiterhin auf freiwilliger Basis eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) oder eine medizinische Maske zu tragen.
Diese Empfehlung kann auch an die Besucher*innen weitergeben werden. Viele Menschen sind hierzu sicherlich bereit.
In Außenbereichen macht es ggf. Sinn ebenfalls eine Maske zu tragen, wenn ein Abstand von 1,5 m nicht dauerhaft eingehalten werden kann. Die aktuelle Fassung der Corona-Verordnung enthält diese Empfehlung ebenfalls.

 

Sofern möglich und sinnvoll wird die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen weiterhin empfohlen.
Außerdem empfehlen wir weiterhin die Einhaltung bzw. Durchführung der allgemeinen Hygieneregeln wie z.B. das regelmäßige Lüften von Räumen und die Desinfektion von Oberflächen und Gegenständen etc.
Der Deutsche Museumsbund e.V. stellt auf seiner Website verschiedene Varianten von Informationsplakaten zur Verfügung:
zur Website - Deutscher Museumsbund e.V.

 

Die so genannte „3G-Regelung“ wurde aufgehoben. Besucher*innen müssen keine Impf-, Genesenen- oder Testzertifikate mehr vorlegen und die Prüfung der Nachweise durch das Museumspersonal fällt weg.
Dennoch macht es sicherlich weiterhin Sinn, wenn nur asymptomatische Personen das Museum besuchen.

 

Aufgrund des Auslaufens der rechtlichen Vorgaben liegt nun die Entscheidung über potenzielle Corona-Schutzmaßnahmen in der Eigenverantwortlichkeit der Museen und deren Museumsträgern.
Wir empfehlen den Museen daher, sich mit den jeweiligen Trägern abzustimmen, um ein gemeinsames Vorgehen zu ermöglichen.
Beispielsweise wäre es möglich, dass Kommunen eigenständige Corona-Schutzmaßnahmen für Ihre Einrichtungen festlegen, die auch in den Museen angewendet werden können/sollen.
In bestimmten Fällen und unter Berücksichtigung des individuellen Risikos kommt möglicherweise auch eine Regelung von Schutzmaßnahmen unter Anwendung des Hausrechts in Betracht.

 

Für Museumsführungen und andere Veranstaltungen gelten die oben genannten Empfehlungen ebenso.

 

2 – GESETZE UND VERORDNUNGEN, FAQS, INFORMATIONSSEITEN

Die aktuelle Corona-Verordnung Baden-Württemberg enthält derzeit keine Auflagen und Regelungen mehr für den Museums- und Ausstellungsbetrieb. In § 2 Corona-Verordnung findet sich jedoch eine allgemeine Abstands-, Masken- und Hygieneempfehlung.

Corona-Verordnung (CoronaVO) vom 27. September 2022

Fassung gültig ab: 30. November 2022

Fassung gültig bis: voraussichtlich 31. Januar 2023

Verordnungsgeber: Landesregierung von Baden-Württemberg

Eine Übersicht über die bisherigen Änderungen/Fassungen der Corona-Verordnung finden Sie hier.

 

Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Gesetzgeber: Bundesgesetzgebung (Bundesrecht)

 

COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV)

Verordnungsgeber: Bundesregierung

 

Coronavirus-Testverordnung (TestV)

Verordnungsgeber: Bundesministerium für Gesundheit

 

Den Arbeitsschutz betreffende Verordnungen finden Sie unter Punkt 3.

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen beantworten die Ministerien aus Baden-Württemberg hier:

 

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg

Den Corona-Lagebericht des Landesgesundheitsamts finden Sie hier: LGA Corona-Lagebericht

Aktuelle Zahlen beim Robert-Koch-Institut

Den für einen Land- oder Stadtkreis aktuell gemeldeten Sieben-Tage-Inzidenzwert finden Sie hier:  zum Corona-Dashboard

Örtlich zuständiges Gesundheitsamt

Das örtlich zuständige Gesundheitsamt kann hier ermittelt werden: Gesundheitsämter in Baden-Württemberg

 

3 – ARBEITSSCHUTZ, SCHUTZ DER MITARBEITER*INNEN

Ab dem 01. Oktober 2022 gilt die Corona-Arbeitsschutzverordnung wieder:

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV)

Fassung gültig ab: 01. Oktober 2022

Fassung gültig bis: voraussichtlich 07. April 2023

Verordnungsgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Ziel der neu gefassten Corona-Arbeitsschutzverordnung ist, auch im Arbeitsleben das Infektionsgeschehen beherrschbar zu gestalten und krankheitsbedingte Ausfallzeiten von Beschäftigten zu reduzieren und Belastungen des Gesundheitswesens,
der kritischen Infrastrukturen sowie der Wirtschaft zu minimieren. Die Eindämmung des Ansteckungsrisikos am Arbeitsplatz ist eine Arbeitgeberpflicht.

Übersicht über die wichtigsten Maßnahmen aus der Verordnung:

  • Erstellung eines betrieblichen Hygienekonzepts nach den Anforderungen gem. § 2 Corona-ArbSchV durch den Arbeitgeber
  • Umsetzung der im betrieblichen Hygienekonzept definierten Maßnahmen
  • Der Arbeitgeber kann den Beschäftigten anbieten, geeignete Tätigkeiten in ihrer Wohnung auszuführen, wenn dem keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.
    Eine "Homeoffice-Pflicht", welche es bis zum 19. März 2022 gab, gibt es aber nicht mehr.
  • Es besteht eine medizinische Maskenpflicht (Bereitstellungspflicht durch den Arbeitgeber, Tragepflicht für die Beschäftigten) wenn, die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers ergibt, dass:
    • der Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten wird
    • tätigkeitsbedingte Körperkontakte nicht zu vermeiden sind
    • mehrere Personen sich gleichzeitig in Innenräumen aufhalten
    • andere technische und organisatorische Schutzmaßnahmen nicht ausreichend sind
  • Corona-Tests sind von Arbeitgebern kostenfrei anzubieten, wenn eine Prüfung des Arbeitsgebers ergeben hat, dass eine Testung der Arbeitnehmer sinnvoll erscheint.
    Die zwingende Testpflicht, welche noch im Frühjahr 2022 galt, besteht somit nicht mehr.

 

Die Richtlinien und Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) finden Sie hier:

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet weiterführende Informationen auf seiner Website und beantwortet häufig gestellte Fragen zum Thema "Arbeitsschutz während der Corona-Krise"hier:

 

4 – FÖRDERPROGRAMME

Das „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2022“ des Deutschen Verbandes für Archäologie in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund richtet sich an regionale Museen, Freilichtmuseen, archäologische Parks und Träger von Bodendenkmalstätten in ländlichen Räumen mit bis zu 20.000 Einwohnern. Diese Einrichtungen können Mittel beantragen, um Modernisierungsmaßnahmen und programmbegleitende Investitionen durchzuführen. Ziel ist es, diese Einrichtungen in ihrem Betrieb und ihrer Weiterentwicklung zu stärken und so den Erhalt des immateriellen und materiellen Kulturerbes als wesentlicher Teil der kulturellen Identität in ländlichen Räumen zu unterstützten. Damit leistet das Programm einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse und zur Sicherung der kulturellen Teilhabe als Teil der regionalen Daseinsvorsorge.

Weitere Informationen, Förderbedingungen, ausführliche FAQ und die Online-Anstragsstellung finden Sie hier:

Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2022 (DVA-Website)

Antragsfrist:
Das Antragsverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden. Die Projekte müssen bis 31.12.2022 abgeschlossen sein.

 

Der Sonderfonds unterstützt bei finanziellen Einbußen, die durch coronabedingte Einschränkungen, Verschiebungen oder Absagen von Veranstaltungen entstehen. Zu den förderfähigen Veranstaltungen zählen auch künstlerische oder kulturelle Ausstellungen, sofern für sie Eintritt verlangt wird. Der Fonds besteht aus den beiden Modulen "Wirtschaftlichkeitshilfe" und "Ausfallabsicherung".

Alle Informationen, Förderbedingungen und die Online-Registrierung für Veranstaltungen finden unter:
Sonderfonds 'Kulturveranstaltungen'

Antragsfrist: siehe Website

 

Mit dem Förderprogramm „FreiRäume“ verfolgt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg das Ziel, neue Orte der Begegnung und des gemeinschaftlichen Engagements zu schaffen. Die Fördermittel können dafür eingesetzt werden, leerstehende Gebäude in ländlichen Kommunen durch künstlerische und soziokulturelle Prozesse wieder zu beleben oder bestehende Räume für kulturelle Zwecke für neue Angebote und Zielgruppen zu öffnen und zu sogenannten „Dritten Orten“ weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf der Ausschreibungsseite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in der Rubrik 'Kunst und Kultur' unter 'Förderprogramm "FreiRäume" 2022:

Ausschreibungen – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg 

Antragsfrist: 11.12.2022

 

Der Nothilfefonds wurde von der Landesregierung von Baden-Württemberg aufgelegt um eine existenzielle und dauerhafte Beschädigung der vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft in Baden-Württemberg aufgrund der Corona-Pandemie zuverhindern und um die Kultureinrichtungen in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Nothilfefonds finden Sie auf der Ausschreibungsseite des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in der Rubrik 'Kunst und Kultur' unter 'Nothilfefonds Kunst und Kultur':

Ausschreibungen – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg 

Antragsfrist: siehe Website

 

Die Bundesregierung hat für verschiedene Zielgruppen unterschiedliche Wirtschaftshilfsprogramme aufgelegt.

Alle Informationen zu den verschiedenen Hilfeprogramm mit ausführlichen Beschreibungen zur Antragsberechtigung, zur Antragsstellung etc.  finden Sie direkt auf der folgenden Übersichtsseite:

www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Antragsfrist: siehe Website

 

NEUSTART Kultur ist ein Konjunkturprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).
Im Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“ werden Fördergelder für Heimatmuseen, private Museen, Ausstellungshäuser und öffentlich zugängliche Gedenkstätten zur Verfügung gestellt.

Gefördert werden investive Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen von Kultureinrichtungen (ortsfeste und kulturelle Träger mit dezentralen Aktivitäten) sowie im Rahmen von Festivals und anderen kulturellen Veranstaltungen, die zur nachhaltigen Reduktion von Ansteckungsgefahren (insbesondere mit dem SARS-CoV-2-Virus) in deren öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereichen erforderlich sind, sowie projektbezogene Personal- und Sachausgaben.

Weitere Informationen, Förderbedingungen, ausführliche FAQ und die Online-Anstragsstellung finden Sie hier:

NEUSTART Kultur - Programmteil für Museen (DVA-Website)

Antragsfrist:
Das Antragsverfahren endet, wenn alle Mittel vergeben wurden. Die Projekte müssen bis 30.06.2023 abgeschlossen sein.

 

 

5 – MUSEEN IN DER PANDEMIE

In einer öffentlichen Stellungnahme vom 02. Februar 2022 haben wir auf die Situation bei der Corona-Sonderzahlung an wissenschaftliche Volontär*innen hingewiesen:

Stellungnahme vom 02. Februar 2022

 

Mit einem offenen Brief vom 04. Dezember 2021 an die entsprechenden Ministerien der Landesregierung von
Baden-Württemberg haben wir die Rolle der Museen bei der Pandemiebewältigung erneut bekräftigt:

Offener Brief des Präsidenten vom 04. Dezember 2021

 

Der Vorstand des Museumsverbands Baden-Württemberg e.V. hat am 02. November 2020 eine Stellungnahme
zur Rolle der Museen in der Pandemiebewältigung und zur Museenschließung abgegeben:

Stellungnahme vom 02. November 2020

 

Die online durchgeführte Herbsttagung des Museumsverbands Baden-Württemberg e.V. am 13. Oktober 2020
beschäftigte sich mit der Situation der Museen in der Corona-Krise. Die Erkenntnisse der Tagung haben wir in einer Pressemitteilung zusammengefasst:

Pressemitteilung vom 16. Oktober 2020

 

Die Auswertung der vom Museumsverband im Mai 2020 durchgeführten Blitz-Umfrage finden Sie hier:

Blitz-Umfrage zur Situation der Museen in der Corona-Pandemie

 

Der Museumsverband Baden-Württemberg hat zur Wiederöffnung der Museen nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 eine Handlungsempfehlung herausgegeben.

Handlungsempfehlung zur Wiederöffnung nach dem Lockdown 2020

Wichtiger Hinweis:
Die Handlungsempfehlung vom 22. April 2020 hat einen ausschließlichen Dokumentationscharakter. Sie ist nicht mehr aktuell und kann deshalb nicht in den Museen angewendet werden.  Die aktuellen Empfehlungen für Museen finden Sie unter Punkt 1 auf dieser Seite.

 

 

 

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Museumsverband BW